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Mittwoch, Februar 24

Ich leide unter akuter Kindergeburtstagsaufschieberitis.....

....und hey, ich kann das echt gut... aktuell der Fall Kindergeburtstag Elias, der ja eigentlich kein Kindergeburtstag mehr feiern mag, weil eigentlich ist man ja mit 12 zu cool für sowas.. eigentlich... argh.. aber gut, morgen ist dann erstmal in einer Knall auf Fall Organisation Kilian dran, und Leute, ich mach es mir einfach: IndoorSpielplatz mit allemdrinSorglospaket. Hatten wir für Kilian im letzten Jahr schon. ... und habe ich jetzt ein schlechtes Gewissen? ähmmm?? Nö! Ich habe nämlich schon alles gemacht, bei Kindergeburtstagen, von superstylisch mit allem pipapo, Zooparty, Agentenparty, Forscherparty, Piratenparty, Prinzessinenparty, MädchenWellnessparty, Sommerparty, Verkleidungsparty, Übernachtungsparty mit Lagerfeuer und Nachtspiel, eben das volle Programm, aber wir waren auch schon ganz easypeasy im Indoorspielplatz, Bowling, Kino.... und jetzt kommts... es gab und gibt sogar Kindergeburtstage die wir gar nicht feiern. Im Allgemeinen sprechen wir das aber mit den Kindern ab, manchmal hatten sie selber keine Lust, manchmal war ich hochschwanger oder gradeschwanger (Kotzerei) und manchmal hat sich einfach kein passender Termin gefunden. Was wir im Laufe der Jahre aber als Familie und mittlerweile als Vielkindfamilie bemerkt haben, war, die Kindergeburtstage waren für die Kids an sich gar nicht das wichtige, ihnen ist eigentlich viel wichtiger Zeit mit uns zu verbringen. Ich bin eine ZuHauseMama, somit habe ich schon einige Zeit für die Kinder, zum Beispiel wenn sie von der Schule Heim kommen, jedes ja zu seiner Zeit. Diese Zeit, wenn ich dann einfach nur da bin und zuhöre manchmal nachfrage ist so unendlich wertvoll. Wir sprechen durch wie die Schule war, und da sind meine Kiddies sehr unterschiedlich, dem einem muss man alles aus der Nase ziehen, dem anderen steht der Mund nicht still. Also sitze ich teilweise von 11:30 bis 14:15 immer mal wieder am  Tisch, und höre einfach nur zu, lass sie den Balast des Tages kurz abladen, manchmal wollen sie nicht reden, dann bin ich auch da, versuche die ungesprochenen Worte zu hören und  wenn das Kind dann den Teller leer hat, und ich einfach nur sage, schau mal im Kühlschrank, ich habe heut noch was leckeres da, kommt ein Grinsen, und der Tag geht schon viel besser weiter. Um wieder auf den Punkt zu kommen, egal was ist, am Geburtstag oder kurz drauf versuchen wir Eltern eine außergewöhliche ungeteilte Zeit mit dem Kind zu verbringen, hier darf sich gewünscht werden was gemacht werden kann, bei den Jungs ist es oft Kino, rührt wahrscheinlich da her, dass wir sehr sehr selten ins Kino gehen, und auch selten Filme finden die alle einigermaßen okay finden. Bei der Toni ist es dann oft der Shoppingtag mit Sushi ;) den findet die Mama dann auch richtig toll. Deshalb ist es hier mittlerweile so, wir schauen ob eine Party bei uns reinpaßt, wenn nicht hat hier keiner mehr ein schlechtes Gewissen oder hält es vor, sondern weiß, okay in diesem Jahr klappt es nicht mit der Party, dafür wird die im nächsten Jahr toller. Was den Kindern auf jeden Fall gezeigt wird: Sie sind uns wichtig, und deshalb wird ein ZeitmitMamaPapanurfürMichTag gemacht.








Montag, Februar 22

..sich im Kreis drehen...





passiert uns Müttern und Frauen leider immer mal wieder. Wir merken es nicht, weil wir so in unserem Hamsterrad aus Arbeit, Kinder, Küche, Haushalt gefangen sind, dass wir eigentlich kaum vorwärts kommen. Dem fleißigem Mitleser ist vielleicht schon aufgefallen, bevor es mir selbst aufgefallen ist, dass ich wieder mal an so einem Punkt war/bin. Letztendlich haben dann einige Ereignisse der letzten Tage/Wochen dazu geführt, dass auch ich selbst es gemerkt habe :D Während der letzten Wochen, habe ich erstmal ein Stück weit innegehalten, auch um mich neu zu orientieren und zumindest schon einmal grob zu schauen in welche Richtung es weiter gehen, soll. Jesus ist da im übrigen ein toller Berater, oft schenkt er es uns sogar die ganze Geschichte mit ein wenig Abstand zu betrachten um so einen neue Richtung einzuschlagen, oder aber die alte Richtung wieder aufzunehmen. Um mich selbst zu reflektieren hilft es mir auch immer mal gute Vorträge anzuhören, im Zeitalter von Streaming und Youtube ja heute zu Tage kein Problem mehr. In den letzten Tage habe ich dann mir einiges von Christine Caine (eine großartige Frau) angehört, dieses Buch  besorgt und hab in Etwa eine Vorstellung was ich ändern mag. Ganz nebenbei, kam auch noch ein tolles Buch von einer Blogleserin, hier meinen ganz herzlichen Dank (ich melde mich später noch ganz ausführlich bei dir liebe Jasmin) ins Haus geflogen und... wie passend eine Karte mit einem Spruch von Christine Caine, die Frau verfolgt mich grade ein wenig :D , aber sie ist auch großartig und spricht mir grade in die Seele. Was ich sagen will, manchmal ist es wichtig ein wenig Abstand zu bekommen und versuchen sein Leben aus einer anderen Perspektive wahrzunehmen, um sich dann wieder neu zu orientieren und eben nicht mehr im Kreis zu laufen.. aber manchmal können Kreise auch toll sein, hihi.. tolle Überleitung, gell?! Ich durfte nämlich mal wieder für Michas Stoffecke einen Stoff von der Laitnerei testen, Lots of Spots gibt es in drei Farbgebungen und ist ein toller Basisstoff für Eure Projekte.  Ich habe Sontje eine abgeänderte Felea aka Feli x Elea von Fräulein Rosa genäht, und um Sonne in die tristen RegenSturmTage zu bringen das ganze mit knallgelb kombiniert:

















Mittwoch, Februar 17

24 Wochen...

... grade geht ein Film durch die Medienwelt "24 Wochen" in dem wird das Thema Spätabtreibung thematisiert, der Film soll ein Tabuthema brechen. mmmhh... ja Tabuthema... ich kenne nur Ausschnitte aus dem Film, aber Tabuthema??? Spätabtreibung? Das Thema ist mehr in unserer Mitte wie Tabu, immerhin werden 9 von 10 Kindern mit Diagnose Trisomie 21 abgetrieben. Hier kann ich mitreden!!! Denn auch ich bin ungewollt in die Mühlen der Pränatal Diagnostik gekommen. Wir haben in der 11. Schwangerschaftswoche erfahren, dass Sontje das Down-Syndrom hat, auch stand bis zur Entbindung nicht fest, ob Sontje einen Herzfehler hat, weil intrauterin die Herzkammern nicht richtig dargestellt worden sind.  Auch wir hatten Angst, auch wir haben geweint, haben getrauert. Aber was wir hatten war Vertrauen, Vertrauen in unser Kind, in Gott! Hat er uns  jemals mehr zugetraut, wie wir tragen konnten? Das Tabuthema bei uns in der Gesellschaft, ist: Man weiß, man bekommt ein behindertes Kind  und es TROTZDEM bekommt, ohne wenn und aber, sondern nur mit Vertrauen. In Kilians Schwangerschaft habe ich ein Gespräch geführt, eine Bekannte von mir, war mitschwanger, sie hat die Schwangerschaft aber erst nach der Fruchtwasser Untersuchung bekannt gegeben. Ich saß damals bei ihr auf dem Sofa, und sie sagte, wenn das Kind DownSyndrom gehabt hätte, hätte ich abgetrieben. Puh, ich bin damals, als ich selber eigentlich noch keine Berührung mit dem Thema hatte, aus diesem Gespräch raus gegangen, und mußte mit meiner Hebamme sprechen, ich konnte ihre Gedanken einfach nicht nachvollziehen. Seitdem   habe ich immer wenn ich an sie denke, nur noch diesen einen Satz im Kopf... ich habe sie schon Jahre nicht gesehen, aber der Satz ist geblieben. Als ich selber in der Situation war, und wir Diagnose hatten, hat sich für uns niemals auch noch nicht eine Sekunde die Frage gestellt, ob wie Sontje bekommen oder nicht. Sontje war da, mit mir verbunden, und ich hätte es allein schon aus rein egoistischen Gründen nie übers Herz gebracht, dieses Leben in mir zu ermorden. Ich wäre diejenige gewesen die sich jahrelang Vorwürfe gemacht hätte, die mit der Schuld des Mordes Leben hätte müssen, was hätte dieses schwere Schuld mit mir und meiner Familie gemacht? Ich weiß es nicht, aber was ich weiß, ist, dass wir bestimmt nicht heute so hier stehen würden. Das Leben mit Sontje, mit keinem Kind, ist einfach. Es verlangt von uns Müttern alles ab, ob behindert oder nicht. Warum vertrauen die Mütter nicht mehr, warum soll immer alles perfekt sein, Haus, Wohnungsdeko, Kinder, Küche, Klamotten, Ehemann, Freunde, Garten, Style? Warum? Unser Haus ist von innen wunderschön, mein Mann hat dort soviel Zeit investiert seine Visionen von einem Haus um zusetzten, es wird stetig weiter gearbeitet. Aber unser Haus ist nicht perfekt, unser Haus schaut von außen aus, wie naja, ich mag nicht wirklich Bruchbude sagen, aber es von außen sehr weit von dem heutigem Standard entfernt. Aber ich freue mich jedes Mal wenn ich die Einfahrt fahre, weil ich weiß auch wenn außen nicht alles stimmt, und nicht schön ausschaut und nicht in die gestylte Welt passt, finde ich im Haus alles was ich brauche, Wärme, Geborgenheit, Atmosphäre! Perfektionismus ist etwas für Anfänger, sie haben noch nicht verstanden um was es wirklich geht. Es geht um Vertrauen, Liebe und Glaube! IMMER! Habt Vertrauen, in Euch und Eure Fähigkeiten als Mutter, als Freundin, als Schwester, als Tante, als Frau. Habt Vertrauen in Eure Kinder, die nicht das perfekte Zeugnis nach Hause bringen, die sich nicht immer benehmen können, die untereinander streiten, die weinen, die zornen, die bocken, die vielleicht Probleme mit anderen Kindern haben, habt Vertrauen, in Kinder die nicht die vorgeburtlichen Test bestehen, auch sie werden großartig, sind großartig, denn alles was Gott schafft ist großartig, und wer bin ich das ich daran zweifele?